Nach einer Woche auf Teneriffa hieß es umziehen. (Die Buchung hatte ein bisschen zu kurzfristig stattgefunden, um noch zwei Wochen am Stück in der gleichen Unterkunft zu bekommen.) Den Tag nutzten wir, um eine Wanderung in der Nähe zu unternehmen: Bei Adeje durch den
Barranco del Infierno
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große Hitze und Trockenheit zu Beginn des Weges
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Noch geht es fast die ganze Zeit durch Sonnenschein. Nur Sonnenhut statt Helmpflicht wäre bestimmt angenehmer - aber Sicherheit geht vor.
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Doch je tiefer man in die Schlucht kommt, desto feuchter und grüner wird es!
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Und irgendwann werden die Felswände dann immer höher und die Schlucht immer enger...
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Angeblich soll Gaudí bei ein paar Felsen die Hand mit im Spiel gehabt haben ;)
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Am Ziel.
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einer der vielen Wasserbewohner unterwegs
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Blütenpracht auch ohne viel Wasser
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Nach diesem schönen, aber anstrengenden Tag freuten wir uns auf etwas Entspannung in der neuen Unterkunft. Auch nicht schlecht hier! Die Parkplatznot in dieser Gegend ist zwar groß und das Apartment samt Balkon deutlich kleiner, dafür ist man dem Meer (und damit einer Vielzahl von Restaurants) um einiges näher.
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Blick vom neuen Balkon
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An einem der nächsten aktiven Tage fuhren wir bis ans andere Ende der Insel, dorthin, wo es feuchter und damit auch um einiges grüner ist.
Ausflug ins Anagagebirge
Was gleich auffällt, ist die Tatsache, dass es sehr viele Aussichtspunkte gibt. Leider bei dem guten Wetter auch hochfrequentiert, aber irgendwie ist es immer noch gelungen, einen für wenigstens ein paar Minuten tauglichen Parkplatz zu ergattern, um ein wenig die Aussicht zu genießen und solche Fotos zu schießen:
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Mirador de Jardina
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Mirador Pico del Inglés
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Auch vom Mirador Pico del Inglés, aber in die entgegengesetzte Richtung. Hat was, oder?
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Der nächste längere Stopp war
Chinamada, das Dorf, wo die Menschen noch in Höhlen wohnen - bzw. wo die Häuser in den Berg hinein gebaut werden. Die enge, kurvenreiche Straße dorthin ist zwar nicht unbedingt des Autofahrers Traum, aber allein die Tatsache, dass es hier nicht mehr von Touristen wimmelt, macht den Ort charmant. Und auch wenn es eigentlich viel zu heiß zum wandern war, haben wir trotzdem eine kleine Runde gedreht. Langsam, dem Wetter und der eigenen Kondition angepasst. ;)
Am Aussichtspunkt aufs Meer (wieder mal einer, aber dieses Mal die Sorte, wo man nicht mit Fahrzeugen hinkommt) tat der Luftzug dann auch sehr gut! :)
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Dorfweg abseits der Hauptstraße
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Blick ins Tal - kein offizieller Aussichtspunkt, aber er steht jenen in nichts nach. Hier wandern, wenn es mal nicht ganz so heiß ist, das wär was...
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Bunt gemischte Vegetation
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Eins der berühmten Höhlenhäuser
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Und noch eins.
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Weil jede Wanderung ein Ziel braucht (?)
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Weiter ging der Ausflug.
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Ja, ist schon wirklich grün hier!
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Mal hier und mal da ein kleiner Stopp am Straßenrand. Schön sieht es einfach überall aus!
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Nur weitere vielversprechende Wandermöglichkeiten fanden wir nicht ohne Weiteres. Für die eine Gegend brauchte man Permits, andere waren steil und sonnig... Schließlich entschieden wir uns für eine Rückkehr auf gleichem Wege, um noch einmal den Mirador Cruz del Carmen auszuprobieren, wo wir am Morgen nur noch einen "Parkplatz" neben dem eigentlichen Parkplatz bekommen hatten, nichts für einen langen Aufenthalt. Nachmittags sah es deutlich besser aus! So konnten wir doch noch die geplante Wanderung durch den Lorbeerwald antreten. Gleich viel angenehmere Temperaturen und außerdem dieser frische Geruch... herrlich!
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Lorbeertunnel überall
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Am nächsten Tag war es nach dieser langen Tour wieder an der Zeit, vor Ort zu entspannen. Nur mal die Strandpromenade auf und ab (und wie schon erwähnt, beliebig lang, da sie die Touristenzentren des Südwestens auf ganzen 16 km verbindet).
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Touristenzentren - hätten wir nicht den Gutschein besessen, hätte ich mir vermutlich einen beschaulicheren Ort ausgesucht. Aber alles hat seine zwei Seiten, touristische Infrastruktur kann auch sehr bequem sein...
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Touristenromantik ;)
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Wie schon im ersten Teil angedeutet, hatten wir es dem Zufall - oder besser gesagt einem schlecht programmierten Navi - zu verdanken, dass wir die folgende Gegend überhaupt entdeckt haben. War also doch nicht so schlecht programmiert, was? ;) Nun war jedenfalls der nächste Wandertag gekommen, es ging nach
Las Arenas Negras
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Ganz überraschend, dieses feuchte Wetter nach all der Hitze! Man kann geradezu die einzelnen Wolken sehen, die der Wind durch den Wald pustet!
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Aber es bleibt nicht so, die Sonne findet wieder ihren Weg
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Aufgeräumter Wanderweg quer durch die "schwarzen Sande"
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Wieder einmal faszinierende Landschaft. Teneriffa ist wirklich vielseitig!
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Und der Kiefernwald riecht immer noch so gut. Später im Dorf La Montañeta dann wieder prächtig blühende Gärten - ein schöner Tag!
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Dafür, dass der ansonsten sehr ausführliche Reiseführer diese Gegend nicht gesondert erwähnt hat, war es wirklich wunderbar und das heißt eindeutig Prädikat Geheimtipp! :)
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Wäre ein Besuch der Insel vollständig, ohne sich Ihre Hauptstadt
Santa Cruz
anzuschauen? Wir dachten, man sollte mal. Weil es da so viel Kul- und Architektur zu sehen gibt. Kann man auch ruhig mal gesehen haben. Aber anstrengend isses auch. ;)
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| Schöne Bilder in der Markthalle Nuestra Señora de África |
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Das besagte Marktgebäude, unten die Fischhalle und diverse Stände, oben mehr davon...
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Mir gefällt an den Märkten ja besonders, wie farbenfroh sie immer sind!
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Auch verschiedene interessante Kirchen haben sie in der Hauptstadt
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Zum Thema Architektur. Der Stolz der Stadt: Bibliothek und Kunstzentrum TEA von Herzog & de Meuron.
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Mag sein, dass ich jetzt etwas zu praktisch und kritisch denke, aber für eine große Bibliothek gab es verdammt wenige Bücher. Ob man vielleicht einen Teil der Baukosten doch besser in den Inhalt als die Räumlichkeiten investiert hätte...?
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Vom gleichen Architekten: Plaza de España
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Dort haben sie "das Meer in die Stadt geholt" - also mein Highlight dort ist das BLUMENmeer!
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Flaniermeile Rambla de Santa Cruz - hauptsächlich wohl abends den Besuch wert, aber so lange wollten wir nicht bleiben.
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Zum Abschluss noch mehr Architektur, diesmal Calatrava, aber für uns nur von außen. Vielleicht besucht ja jemand von euch mal ein Konzert oder eine Oper dort und erzählt mir, wie's von innen ist?
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Nun war der Tag doch wieder (zu) lang geworden und wir wollten lieber wieder "nach Hause", obwohl doch eigentlich noch ein Besuch des vielleicht schönsten Strandes der Insel angestanden hätte. Na ja, wir sind ja eh nicht (mehr) so die Strandmenschen. Oder falsch, Strandmenschen vielleicht schon, aber zumindest keine In-der-Sonne-Brater. Jedenfalls gilt auch hier, wie auch an so ziemlich jeglichem anderen Ort, den ich schon besucht habe, dass man nicht alles sehen und das ebensogut als Grund benutzen kann, irgendwann noch mal wiederzukommen. Nachdem man zwischendurch wieder viele andere schöne Orte gesehen hat, versteht sich! :)
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Am letzten Abend noch mal richtig cool amerikanisch essen gehen! (Schon mal üben für den nächsten USA-Urlaub? ;) )
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Abschied von "unserem" Strand
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