Zunächst ein paar Tage in der Nähe von Bad Feilnbach.
| Unterkunft auf dem Bauernhof - nette Inhaber, aber etwas zu Corona-ignorante Mitgäste... und das in Bayern! |
Erst mal im Urlaub ankommen... kleiner Ausflug nach Schliersee. Etwas zu touristisch und zu viel Verkehr, um direkt vor Ort wohnen zu wollen, abgesehen davon aber sehr hübsch. Nette Runde für einen ersten Urlaubstag!
| Spaziergang um den Schliersee |
Am nächsten Tag durfte es schon etwas mehr sein. Trotz schwüler Hitze kämpften wir uns einen Wanderweg in Bad Feilnbach bergauf und wieder hinab... Der zweite Teil unseres Spaziergang war da schon erfrischender, entlang eines klaren, laut sprudelnden Bergbaches (-flusses?).
Danach hatten wir uns einen kleinen Snack verdient! Schöner Biergarten und das Getränk mit dem ungewohnten Farbton ist eine Lavendelschorle! :)
Nun aber wirklich in die Berge! Unser Ziel für die nächsten fünf Tage: Maria Alm.
Meine erste Wanderung hier führt zu ein paar Almen. Und wer den Tourismus des Dorfes scheut und auch ohne Restaurants und Geschäfte in der Nähe auskommt, kann hier oben ganz idyllisch in einem Ferienhaus die Bergwelt genießen... Gestört nur durch Wanderer wie z.B. mich. ;)
Die Panoramaaussichten und die Ruhe gleichen die Mehrarbeit bei der Essensbeschaffung bestimmt aus!
Die lokale Gästekarte schließt die Fahrten mit der Seilbahn auf den Hausberg (oder sollte man sagen, -hügel, wenn man so mit den umliegenden Bergen vergleicht?) Natrun mit ein.
Seine "Spitze" ist extrem flach und mit Wasser gefüllt!
Und wenn man nicht mit der Seilbahn wieder runter will, kann man sich den Fußweg trotzdem mit vier Röhren- und einer Wellenrutsche verkürzen. Jeeee! :)
Wo man schon einmal am Rutschen ist - in der Gästekarte ist auch einmal umsonst Sommerrodelbahn mit drin. Der Anfang war großartig, nur als wir uns in die Schlange hinter der Dame im Schrittempo einreihen mussten, verlor sich das etwas... ;)
Am nächsten Tag wollte ich "richtig in die Berge", mit anderen Worten dahin, wo es blanke Felsen gibt - da oben rechts bei der Felsnase!
Angeblich sind es nur vier Kilometer vom Parkplatz zum Riemannhaus. Aber da kommt noch einer drauf: der in die Höhe!
Nach den ersten Schritten fühlte ich mich schon so k.o., dass ich mich fragte wie ich eigentlich da oben ankommen soll, aber die gute Nachricht: Es wurde auch nicht mehr schlimmer! :)
Vorbei ging es an leeren Flussbetten voller Geröll und schließlich wurde aus dem Weg ein... Wanderweg? Klettersteig?
Die Aussichten sind jedenfalls der Hammer. Und der Königssee, wo ich ja sechs Jahre zuvor im Urlaub war, ist laut Schild auch nur einen langen Wandertag weit entfernt.
Auf der Hütte gibt es erst mal eine zünftige Kaspressknödelsuppe, deren viel zu hohen Salzgehalt man mit einer großen Multivitaminsaftschorle relativieren kann.
Und dann muss man ja leider auch wieder runter...
Das Schöne ist, dass wir es bei bestem Wetter ins Tal geschafft haben. Am selben Abend noch war nämlich Land unter. Sturm, Starkregen und Hagel, wie man es nicht alle Tage erlebt! Wir hatten es gerade zum Abendessen ins Restaurant geschafft, als es losging. Die Bestellung konnten wir noch aufgeben, dann fiel der Strom aus und in der Küche ging erst mal nichts mehr. So erwarteten wir dann bei Kerzenschein, was das Wetter wohl noch so bringen mag...
Zunächst Straßen, die knietief unter Wasser stehen. Die Feuerwehr ist beschäftigt, Dämme zu bauen. Auf dem Weg zur Toilette sehe ich viele Leute, die mit Eimern das Wasser aus den Bereichen vor den Türen abschöpfen und Handtücher in die Ritzen stopfen. Man fragt sich, wie weit das Wasser wohl noch steigt...
Das stetige Rumpeln wird immer lauter, ein gespenstisches Geräusch in der Dunkelheit des Restaurants: Geröllbrocken im Fluss, die aus den Bergen hinabgespült wurden.
Mindestens eine Dreiviertelstunde dauert dieser Zustand an, dann lässt das Gewitter langsam nach. Das Licht geht wieder an, wir bekommen unser Essen und bald kommt sogar die Sonne wieder raus!Wir haben Glück - bis wir aufgegessen haben, ist das Wasser weitgehend abgelaufen, nur ein Parkplatz ist noch ein See - zum Glück nicht unserer, denn ein paar Autos scheinen abgesoffen zu sein...
Also alles in allem ein sehr ereignisreicher, spannender Tag!
Der nächste ist dagegen sehr ruhig, nur ein Museumsbesuch im Nachbarort. Und dann kommt auch schon unser Abreisetag. Allerdings nicht ohne dass ich mich noch einmal auf den Natrun aufmache, um noch ein bisschen mehr die Natur zu genießen. Heute insbesondere: Spazieren im Wald und Besuch der Wildtiere.
Am Nachmittag fahren wir dann wieder gen Deutschland. Doch ein Highlight auf dem Weg wird noch mitgenommen: die Seisenbergklamm. Seit ich als Kind in der Breitachklamm war, haben diese Naturwunder es mir angetan und wenn es sich anbietet, besuche ich immer mal wieder eine neue. Auch diese hier ganz spektakulär, allerdings coronabedingt leider nur in eine Richtung zu begehen:
Um den Rückweg nicht ganz so anstrengend zu gestalten, bleiben wir noch eine Nacht im Altmühltal, genauer gesagt in Buch bei Riedenburg. Ganz andere Landschaft dort, aber sehr friedlich.
Am nächsten Morgen schauen wir uns Burg Prunn an, bevor ein Geburtstag auf der Autobahn folgt...
Zum Schluss noch ein kleiner Spaß aus Maria Alm. Lust auf die Tagessuppe? ;)

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