Mittwoch, 8. Juli 2020

Rothaarsteig-Reststücke

Es ist schon eine Weile her, dass meine "Wanderpatentante" und ich den Rothaarsteig in einzelnen Etappen gelaufen sind. Angefangen haben wir im Mai 2008 in Brilon, angekommen in Dillenburg sind wir vier Jahre später. 
Natürlich laufen wir nicht SOOO langsam, uns kamen auch noch ein paar andere Dinge dazwischen. ;P

"Den" Rothaarsteig. Ich präzisiere: eine Variante. Es gab und gibt Stellen, wo man sich entscheiden muss, welchen Weg man wählt. Und da man bekanntlich nicht an zwei Orten gleichzeitig sein kann, hieß die Wahl FÜR einen Weg auch immer die Wahl GEGEN einen anderen. Und dennoch haben wir fest vor, irgendwann wirklich den absolut ganzen gewandert zu sein. Wann das sein wird, nun, schauen wir mal... Wir kommen jedenfalls unserem Vorhaben Stückchen für Stückchen näher. Gestern zum Beispiel.

Im Jahre 2008 gab es auf unserer allerersten Etappe noch eine sogennante "Klettervariante Ginsterkopf", die allerdings zu dem Zeitpunkt gesperrt war (ich glaube, sie waren mit dem Aufräumen nach Kyrill immer noch nicht fertig, oder vielleicht war es auch Emma). Da der Weg ohnehin nur für feste Wanderer mit geübtem Schuhwerk (oder so ähnlich ;) ) empfohlen war, hielten wir es für die bessere Idee, uns an die Absperrung zu halten und uns diesen besonders aussichtsreichen Teil für einen späteren Zeitpunkt aufzuheben. Dass es über 12 Jahre dauern sollte, haben wir damals natürlich noch nicht geahnt...

Heute handelt es sich hierbei nicht einmal mehr um eine Variante, sondern schlichtweg den Hauptweg, der auf dieser Route eben etwas mehr bergauf und bergab führt als sonst. Wir sind zwar nicht mehr ganz so fit wie damals, aber es gefällt uns hier trotzdem (bzw. gerade wegen der Wegeführung) besonders gut. Drei Gipfel und immer wieder tolle Blicke, unter anderem auf die Bruchhauser Steine. Doch seht einfach selbst:

Die kleinen Wege weitab von Fahrstraßen sind doch immer die besten!

 
Unsere erste Pause schon kurz nach Beginn - an manchen Orten muss man einfach ein wenig verweilen!


 Mehr Ausblicke...


Und da die Runde nur über den Ginsterkopf etwas klein geworden wäre, haben wir noch einen weiteren Schlenker drangehängt. Zufällig sind wir so noch ein weiteres "Reststück" gelaufen, das uns gar nicht bewusst war - auf ein paar hundert Metern scheinen sie inzwischen den Weg verlegt zu haben!
In der sogenannten Hiebammen-Hütte kann man zwar leider nur von Do bis So einkehren, aber auch an einem Dienstag kann man dort schön sitzen und der Weg war die zusätzlichen Kilometer ohnehin wert.


Urlaub beinahe direkt vor der Haustür kann auch schön sein! :)

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