Sonntag, 11. Juni 2017

Wie aus dem Bilderbuch












Sommer, ich erzählte davon! ;)

Nun war also Wochenende und ich brauchte für meine geistige Gesundheit mal Abstand von Arbeitsstress und privaten To-Do-Listen. Die Sonne schien, die Kette war frisch geölt und der Plan, an einem schönen Sommertag nach Ii zu fahren, bestand schon seit ein paar Wochen - genaugenommen, seitdem ich aus dem Newsletter des hiesigen Outdoorgeschäftes erfuhr, dass man für eine idyllische Holzhaussiedlung nicht bis Porvoo oder Rauma fahren muss, sondern sie auch knappe 40 km von hier im alten Hafen von Ii finden kann!

Samstag Morgen machten wir uns also auf den Weg in die Stadt mit dem möglicherweise kürzesten Namen im ganzen Land.

Und dann ratet mal, was sie in Ii ebenfalls haben! Richtig: Mehr bemalte Trafehäuschen.


Ich war positiv überrascht, wie bald wir ankamen. Meine Fitness lässt gerade ziemlich zu wünschen übrig, aber vielleicht ist es ja doch noch nicht ganz so schlimm wie befürchtet! :D

Eine weitere schöne Überraschung wartete auf uns: Um die historische Atmosphäre zu bereichern, wurde gerade Markt gehalten. Mit traditionellem Chor und Tieren für Jori ;). Niedliche Alpakas.


Da weder Jori, der von Geburt an in der Region lebt, noch ich, die in ihren Anfangsmonaten hier eifrig nach Sehenswürdigkeiten recherchiert hat, je zuvor von "Iin Hamina" gehört hatten, erwartete ich wirklich nicht viel. Und auch hier konnte ich überrascht werden! Porvoo und erst recht Rauma sind zwar größer, aber auch touristischer und in Ii gibt es tatsächlich zwei lange Straßenzüge voller alter und gut gepflegter Holzhäuser! Ruhe, Frieden, Sommerblumen, schööön.
Der Hafen fand angeblich schon in den 1300ern schriftliche Erwähnung, es wird vermutet, dass dort gar noch eher Handel betrieben wurde. Die heutige Siedlung stammt wohl aus den 1800ern.

 



Um das Tagesprogramm abzurunden, fanden wir unweit noch eine gute Pizzeria sowie einen Kunstpark.


Die alte Holzkirche von Haukipudas, die beinahe auf dem Weg lag und die ich sehr gerne wegen ihrer berühmten Bemalung mal von innen gesehen hätte, hat am Wochenende leider zu.
Aber mal ganz abgesehen von Sehenwürdigkeiten macht es ja auch einfach Spaß, durch die grüne Natur zu radeln. So weit wie unsere Brückentour in Japan, aber ohne die ständigen Anstiege und mit den eigenen Rädern doch um einiges leichter zu bewältigen. Ich sagte es bereits, aber bestimmt nicht zum letzten Mal: Sommer ist toll!

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