Freitag, 14. Juni 2013

Idyllisches Lappland

Hallo meine treuen Leser, habt ihr mich schon vermisst? Vor lauter Erlebnissen bin ich gar nicht mehr zum Schreiben gekommen! Aber keine Angst, wie immer dürft ihr auch dieses Mal virtuell mitreisen, auch wenn's mit einer Woche Verspätung ist.

Das letzte Wochenende war nämlich ein ganz Besonderes für mich. Mein erster Besuch von zu Hause! Sogar von "ganz zu Hause" aus dem Sauerland, aus den "guten alten Zeiten"! :D Nochmal Danke, Hoffi, für diese großartigen Tage! (Selbst wenn du erst Regen hierher mitgebracht und anschließend 15 Grad mit nach Hause genommen hast... :/ )

Los ging's mit jeder Menge Spaß in Oulu. Endlich bin ich Riesenrad gefahren! Auf die Aussicht hab ich zwei Wochen lang gewartet.



Letzten Samstag haben wir uns dann mit einem Mietwagen auf den Weg zum üblichen Touristenziel, dem Polarkreis gemacht.

Ein paar von euch warten sicher schon sehnsüchtig auf Nachrichten, wie es denn wohl Klein-Rhöni geht! Also, auch hier ein kleines Update: Es geht ihm prima und es hat sich gut auf meinem Schreibtisch eingelebt. Trotzdem hat es sich sehr gefreut, auch mal einen Ausflug zu unternehmen!


Da ich das Weihnachtsmanndorf ja nun schon kannte und bereits an Ostern genug von der Touristenfängerei hatte, war ich nicht unglücklich, als wir uns auf den Rückweg nach Rovaniemi machten, um äußerst lecker Fisch und Rentier essen zu gehen. So ein gutes Essen hatte ich wirklich lange nicht mehr!
Derart gestärkt haben wir dann spontan beschlossen, nicht zurück nach Oulu, sondern weiter nach Norden zu fahren. Wenn man schon mal da ist. :)
Vorher mussten wir uns aber erst noch auf dem Angry Birds-Spielplatz austoben.



Also, Essen gekauft und rein in die lappländischen Weiten! Ein Traum. Grün, so weit das Auge reicht und ab und zu mal ein See dazwischen, in dem sich Bäume oder die Wolken spiegeln. Und wieder Bäume. Kilometerweit. Und ein Fluss und dann wieder Bäume. Kaum ein anderes Auto unterwegs. Ist ja auch schon Abend. Fällt hier aber nicht auf. ;)
Grob haben wir ins Auge gefasst, den Pyhäjärvi-Nationalpark anzusteuern. Aber manchmal locken einen auch Schilder von der Hauptstraße weg und selbst, wenn wir die Amethystmine nicht besucht haben, hat sie uns doch ein ganz besonderes Erlebnis geboten: Unser erstes Rentier in freier Wildbahn!


Das war wirklich etwas ganz Beeindruckendes für uns. Es hat uns richtig nah ran gelassen, bevor ihm die Sache doch etwas mulmig wurde und es langsam in die andere Richtung davonspazierte.

Wenn man da draußen mitten in der Natur steht, dann wird es zum ersten Mal seit langem wieder so richtig still. Kein Auto mehr, nur noch Natur. Ruhe. Endlose Ruhe.
Unterbrochen von Gesumme der Mücken. Gut, man muss Kompromisse eingehen...

Inzwischen ist es spät geworden. Irgendein Nachtlager müssen wir schon noch finden. Also parken wir das Auto und wandern in den Nationalpark hinein.


Noch mehr Stille! Und noch mehr Mücken. Nein, mir ist überhaupt nicht kalt, die Verpackung ist reiner Mückenschutz!
Die Natur ist einfach wunderschön. Und nun kann ich auch ehrlich behaupten, die Mitternachtssonne gesehen zu haben, denn ungefähr so spät ist es gerade:




Unser Nachtlager ist eine Wanderhütte im Wald. Ich hab schon bequemere Betten gehabt, aber das Erlebnis war es allemal wert!


Klein-Rhöni war selbstverständlich auch hier dabei!


Am nächsten Morgen folgte die zweite Wildbegegnung. Jungtiere! Erst scheu, dann aber neugierig! Im ersten Moment dachten wir sogar, wir hätten Elche gesehen, aber wenn ich genauer hinschaue, halte ich sie doch eher für Rene...


Und dieses war dann gar nicht mehr scheu. Hatte sicher schon viel Erfahrung mit Autos!


Im Schnee gespielt haben wir übrigens auch noch. Da soll sich noch jemand lustig machen über die vielen Schneemobilstraßen da oben! Mit denen kann man dort länger gescheit fahren als mit Autos!



Und es gibt sie wirklich, die Hügel. Fast, als hätte der Hoffi auch was vom Sauerland mitgebracht!

Blick vom Pyhätunturi

Rückweg: Eine ganze Rentierherde!

ein typischer Fluss
und einer der traumhaften Seen
Und dann haben wir in Ranua im Wildpark noch alle einheimischen Tiere nachgeholt, auf die uns ein Blick in freier Wildbahn leider nicht vergönnt war. Immerhin dort haben wir also wirklich Elche gesehen. Aber ich bin ja leider in die gefährlichen Tiere verliebt...


 Aber auch ungefährliche können unglaublich niedlich sein!


Das war also unsere Lapplandreise. Am Montag fand dann die letzte Abschiedsfeier im kleinen Kreis statt - nun haben mich auch Tommy und Tomi verlassen. Und bald ziehe ich auch selber aus. Aber dazu dann an anderer Stelle mehr...

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Wunderschoene Fotos!! Der Ausflg hat sich ja so richtig gelohnt! Nadine