Letzte Woche durften wir ein ganz besonderes Ereignis miterleben. Das zweitgroesste Fest in Nepal: fuenf Tage "Lichterfest".
Das groesste Fest, Dasain, dauert einen halben Mondzyklus und auch waehrenddessen war ich hier. Aber von Dasain habe ich nicht annaehernd so viel mitbekommen. Eine Tika auf der Stirn und Blumen in den Haaren, noch vollere Busse als sonst und eine Menge Schaukeln, das war's dann auch schon.
Tihaar dagegen verwandelt dieses Land in eine andere Welt. Ueberall haengen Girlanden, Lampions, Lichterketten (gerade die besonders kitschig bunt blinkenden, ein Vielfaches dessen, was man zu Hause zu Weihnachten gewohnt ist). Marktleute verkaufen Blumenketten. Auch die aus Plastik, aber hauptsaechlich echte, aufgefaedelte Blueten. Wunderschoen! Jeder dekoriert sein Haus damit.
Da Feiertage sind, geht jeder in die Stadt, um noch Kerzen oder Oellampen an den Strassenstaenden zu kaufen, es ist noch viiieeel voller als sonst in den Strassen (aber das Schoene ist, man kann als Europaer unbehelligt mittendrin rumlaufen. Keiner, der einen staendig anquatscht, um einem den letzten Touristenschrott anzudrehen oder einen zum x-ten Mal fragt, woher man kommt).
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| Einkaufsstrasse in Patan |
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| Hat nichts mit Tihaar zu tun, aber da ich schon mal in Patan war, hier ein Bild vom Goldenen Tempel |
Den Abend des dritten Feiertages habe ich in Boudha verbracht. Dort steht einer der groessten Stupas ueberhaupt und es gibt die groesste tibetische Gemeinde ausserhalb Tibets - das nur am Rande fuer die Interessierten. Ein schon im Hellen beeindruckender Ort. Doch wenn sich erst die Dunkelheit ueber den Ort senkt und die tausenden Lichter des Festes den Platz erhellen, ist es umso beeindruckender.
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| Stupa von Boudha |
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| An Tihaar erhalten auch die Hunde eine Tika auf die Stirn und werden mit Blumenketten beschenkt! |
Vor allen Hauseingaengen werden Bilder aus Blumen und Pulverfarben angelegt, von wo aus eine Reihe von Lichtern in die Hauser hineinfuehrt. Damit die Goettin auch den Weg findet :) und fuer das naechste Jahr die dort wohnende Familie mit Reichtum und Glueck gesegnet wird.
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| Hier hat Lakshimi sicher keine Schwierigkeiten, das Haus zu finden - ausser sie bleibt staunend draussen stehen! |
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| So viele verschiedene Kunstwerke! |
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| und besser man schuetzt das Bild vor Fuessen und Motorraedern... |
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| funkelnde Fassaden |
Am naechsten Tag war ich in Panauti, einem eher verschlafenen Dorf, doch dort wurde nicht viel weniger geleuchtet und gefunkelt als in Kathmandu. Motorradparaden, Tanzgruppen in den Strassen und abends singende Maenner, die von Haus zu Haus gehen, um Geld zu sammeln. Sie haben eine solche Ausdauer, das gleiche Lied zu wiederholen, dass man nach 20 Minuten gerne Geld gibt, damit sie weiterziehen :)
Auch ich werde nun weiterziehen, um den Abend in einem Hippielokal gleich um die Ecke zu verbringen. Ich geniesse die chillige Atmosphaere in der alten Freak Street!
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| Snowman - ich liebe dieses Cafe! |
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