Montag, 26. November 2012

Kleine Rundreise

Bis vor einer Woche war ich oestlich von Kathmandu unterwegs. Habe mich sehr gefreut, dass ich Begleitung hatte - von hier aus einen ganz lieben Gruss an Kamila! Ich hoffe, du bist wieder gut zu Hause gelandet! :)

Wie schon erwaehnt, haben wir einen Tag in Panauti verbracht und das ist ein wirklich netter, ruhiger Ort mit vielen alten Haeusern, die vielleicht nicht in besonders gutem Zustand, aber einfach durch ihr homogenes Bild schoen sind.
hier die Ghats von Panauti

und eine der Strassen
Von da ging es, faul wie wir sind, zunaechst mit dem Bus bis kurz vor Namobuddha, damit wir nur noch den Berg zum Kloster erklimmen mussten. Von oben konnten wir das gesamte Tal ueberblicken - es erinnert mich irgendwie an Mallorca im Februar. Ja, nach den drei Jahreszeiten der Trekkingtour ist nun auch noch der Fruehling eingekehrt - ueberall rosa und weiss bluehende Baeume. Und zwischen den Orangenbaeumen gelbe Rapsfelder. Huebsch!

Blick ins Tal
Aber oben am Kloster haben sie es mit den Gebetsfahnen vielleicht etwas uebertrieben?
Auch wenn wir staendig verzweifelt auf der Suche waren nach Fusswegen, Trampelpfaden, irgendwelchen Wanderstrecken in der Natur, fuehrte uns jeder Weg nach spaetestens 5 Minuten auf Feldwege, aehh, Hauptverkehrsstrassen zurueck. Nicht schoen. Umso netter, dass ein Tibeter und ein bhutanischer Moench uns im Auto bis Dhulikel mitnahmen.

Dhulikel, auch eine alte Newar-Stadt, aber nicht so schoen wie Panauti. Dafuer hat sie die tolle Bergsicht. Aber die kam am naechsten Tag in Nagarkot noch naeher. Nur der Weg dahin war anstrengend. Von der Busfahrt rede ich jetzt mal gar nicht, aber auch die Wanderung war nicht gerade das, was man schoen nennt - die Einheimischen, die nebenbei bemerkt fast alle unfaehig sind, Karten zu lesen, schickten uns wieder auf die Strasse! Grrr!
Irgendwann war es dann aber doch so weit, dass der Aussichtsturm auf unsere akrobatischen Kuenste wartete. Wie das in Nepal halt passiert: eine steile Leiter fuehrt hoch, nur die untersten 2 m fehlen. Ich bin mir fast sicher, dass wir die Spitze des Everest gesehen haben! Irgendwo weit, weit hinten...
Belohnt fuer unsere Strapazen wurden wir mit einer unerschoepflichen Portion Daal Bhaat bei der Familie, wo wir wohnten. Nagarkot-Dorf ist so viel schoener als Nagarkot-Hotelansammlung!

goldener Sonnenaufgang in Nagarkot
Am naechsten Tag gleiches Schicksal: Strasse. Bis ich entschied, dass unser Tagesziel Jhule lautet. Was ein Glueck, dass wir dorteine Unterkunft fanden! Auch wenn wir die beide aus diversen Gruenden wohl in nicht so guter Erinnerung behalten...

Ab da ging es durch den Shivapuri-Nationalpark. An einemTag nach Chisapani, am naechsten nach Sundarijal und von da wieder nach Kathmandu. Es war sehr schoen, wieder in der Natur zu sein, doch wir sind uns beide einig, dass trekken mitten im Gebirge doch schoener ist!

Auf die Frage, ob ich inzwischen alles gesehen haette und wieder weg will, kann ich nur antworten: Haette ich eher gemerkt, dass meine Zeit noch fuer den Langtang/Helambu-Trek gereicht haette, ich haette ihn gemacht! So muss er bis zu meiner naechsten Reise hierher warten.

An Sehenswuerdigkeiten war nun immer noch Bhaktapur uebrig. Eine weitere (oder: die besterhaltendste) Newar-Stadt. Ich dachte, die muss ich mir noch ansehen. Nun, sie war schoen, aber nach Kathmandu, Patan, Panauti etc. war sie eben auch eine weitere aehnliche Stadt. Die tollen Holzschnitzereien hauen mich zwar immer wieder vom Hocker (wie viele Menschen haben das geleistet oder wie viele Stunden Arbeit muss ein Mensch da hinein stecken?), aber irgendwann fuehlte ich mich einfach nicht mehr aufnahmefaehig.

Das beruehmte Pfauenfenster - aber hier sind einfach alle Fenster und Tueren was ganz Besonderes!
Bhaktapur von oben
 Spontan entschied ich, jetzt ist Schluss mit Kultur. Und so geschah es...

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