Donnerstag, 14. Januar 2016

Weihnachten im Frühling

Auch wenn es sicher nicht wenige Menschen waren, die sich dieses Jahr über das Dezemberwetter beschwert haben - ich schließe mich keinesfalls an! Denn auch, wenn frühlingshafte Temperaturen aufkommende Weihnachtsstimmung evtl. ein wenig gebremst haben - mit Freude verkürze ich doch den eh viel zu langen Winter um zweieinhalb Wochen!

Euch erzähle ich nichts Neues, die meisten von euch haben es ja erlebt, aber schön ist es trotzdem, oder? Rosen und Rhododendron in Dortmund, Senf und Kirschblüten im Sauerland... Und dieser Frühlingsblütenduft an so einigen Ecken... herrlich!





Nur damit ihr wisst, womit ich es hier sonst gerade zu tun habe:


Aber fangen wir mal am Anfang meiner Deutschlandtour an. Gab ja auch noch Weihnachtliches. Wie das Heimatgefühl, fern ab von der Heimat: Mein erster Abend in Berlin!

Berlin als Stadt gefällt mir unglaublich gut. Und meine größte Erklärung dafür lautet einfach nur: Bauchgefühl. Man könnte argumentieren mit Architektur, Museen oder Ähnlichem. Gut, das Argument der unglaublich vielseitigen Restaurantszene werfe ich nun wirklich ein - aber ein Großteil meiner Begeisterung gilt allein der Tatsache, dass es mir in Berlin jedes Mal, als ich bisher dort war, unglaublich gut ging.
Mein allererster Besuch vor mittlerweile vierzehneinhalb Jahren war ein einziges großes Gefühl von Freiheit! Bei jedem einzelnen Besuch hatte ich unglaubliches Glück mit dem Wetter. Und was sollte es nun werden, zum ersten Mal im Winter?

Mein erster Abend in Deutschland. Mein erster richtiger Weihnachtsmarkt für 2015. Ein Dauergrinsen, das sich nicht aus meinem Gesicht wegwischen ließ!


Berlin hat sooo viele Weihnachtsmärkte. Über sechzig mal mindestens. Wenn's über hundert wären, würd's mich auch nicht wundern.
Die meiste Zeit habe ich auf dem ersten verbracht, mich durchgeschlemmt, noch ein paar Weihnachtsgeschenke besorgt und dann noch kurz das bunte Treiben auf dem zweiten angeschaut, der mehr einer Kirmesveranstaltung glich. Nein, ich mag immer noch keine Glühweinstände, wo einem Ballermann-Musik entgegenschallt und man auf gut angeheiterte Kegelclübchen mit Rentiergeweihhaarreifen oder Weihnachtsmannmützen trifft (ich habe weder etwas gegen Kegelvereine, noch gegen Glühweinkonsum, noch gegen Rentiergeweihe, auch wenn ich sie vielleicht selbst nicht tragen würde. Aber in Kombination mit der Musik, die ohnehin nicht mein Ding ist, passt es einfach nicht zu dem, was Weihnachtsstimmung für mich bedeutet). Trotzdem habe ich diesen Abend sehr genossen. Selbst die Menschenmengen! Selbst das Partygefühl beim Betrachten der Karussells. Zu Hause sein, einen richtigen Weihnachtsmarkt besuchen, toll!

In einer Hinsicht eifert Deutschland übrigens mittlerweile Oulu nach: Trafohäuschenbemalen. Hier ein Beispiel aus Berlin:


Danach ging's erst mal ganz nach Hause, ins Sauerland. Da ist es auch schön! (Natürlich!) Und auch ein bisschen weihnachtlich.




An dieser Stelle möchte ich noch mal meiner Familie einen großen Dank aussprechen, dass sich alle bereiterklärt haben, extra für mich das traditionelle Adventsessen um eine Woche nach hinten zu verschieben. Ich habe mich sehr gefreut, mal wieder dabei sein zu können und euch alle wiederzusehen!

Ganz und gar frühlings- und urlaubshaft wurde es aber - am Meer! Also am richtigen. Nicht der Teich, den ich von meinem Balkon aus sehen kann, nee nee, das richtige Meer, das auch ohne Sturm Wellen wirft! Mal eben für einen Tag nach Holland. Was ein Luxus... Schön im Strandrestaurant mit Meerblick gegessen und dann barfuß durch den Sand spaziert. Herrlich! Schade, dass ein Tag so schnell rum ist, eigentlich ist es eine Schande, so knapp an Amsterdam vorbeigefahren und nicht noch mal dagewesen zu sein...


Zum Beweis, dass es sich wirklich um die Niederlande handelt, noch dieses herrliche Schokostreuselregal. So weit der Blick reicht, Streusel auf Toast. Warum eigentlich nur auf Toast? Warum nicht mal auf Pudding? Oder Kuchen? Oder Eis? Nein, Streusel auf Toast. Es kann also wirklich nur im Nachbarland gewesen sein! ;)

Ja, und Dortmund musste natürlich auch noch sein. Von weihnachtlich bis künstlerisch. Tolle Graffitiwand haben sie da kurz vorm Borsigplatz! Danke Jan, ohne dich hätt' ich da sonst bestimmt nicht vorbeigeschaut!


Und als hätte ich nicht schon genug Besonderes gesehen und erlebt, wurde das Ganze am letzten Abend vor meiner Rückfahrt nach Berlin auch noch mit einem Besuch das Zirkus FlicFlac gekrönt. Kein Foto hiervon, ich war zu sehr mit Staunen beschäftigt, als auch noch an meine Kamera zu denken.
Tja, ich sag's euch, ich hab's mir dieses Mal in Deutschland wirklich richtig gutgehen lassen! :)

Leider ging die Zeit zu Hause auch so richtig schnell um. Habe noch mehrere Tage auf Distanz gearbeitet, da vergeht so 'ne Woche wie im Flug! Aber nachdem die Generalprobe mit dem Laptop geklappt hat, kann ich das ja noch mal machen...

So, das war sie, meine Zusammenfassung für dieses Mal. Obendrauf noch ein paar geruhsame Feiertage mit der Familie, Brunch mit Freunden, Besuch bei meinen Rhönradmädels und schon ging's wieder ab nach Hause. Ein letzter Stopp in Berlin...


Links: Couchsurfing eröffnet einem ganz andere Perspektiven. Und sei es nur ein Balkon mit Aussicht auf das schon weit fortgeschrittene Schloss (auch hier blüht's!). Ich könnte einen eigenen Artikel zum Thema interessante und überaus kennenlernenswerte Menschen schreiben, aber das spare ich mir vielleicht für ein anderes Mal auf.
Rechts: Weihnachten geht zu Ende. Eine letzte Impression vom Roten Rathaus und den Abbauarbeiten des Weihnachtsmarktes auf dem Weg zum Flughafen.
Wo ich dieses niedliche Baby-Exemplar einer Inuq traf. War ihr erster Flug! (Und wohl der einzige, bei dem sie noch klein genug für die Kabine ist.)


Hach, was sind Huskies süß! :) Wird Zeit, dass ich Inuq mal wieder knuddeln kann. Aber bevor eine eventuelle Schneeschuhtour in die Tat umgesetzt wird, muss ich euch noch von Neujahr und unserem Lapplandurlaub erzählen. Im nächsten Bericht.

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