Mittwoch, 16. Januar 2013

Dschungel in Nordthailand

Ich habe festgestellt, dass ich am gluecklichsten bin, wenn ich mich weit ab der "modernen Zivilisation" befinde. Vielleicht koennte ich das nicht fuer immer (sehr wahrscheinlich sogar), aber auf Reisen empfinde ich es als aeusserst angenehm, das Leben auf das Notwendigste zu reduzieren. Besonders die Tatsache, weit ab von jeglichem Strassenlaerm und -gestank zu sein und obendrein nicht im Minutentakt "Tuk Tuk, Tuk Tuk" hinterhergerufen zu bekommen hat ihren Reiz...
Nein, ganz ehrlich, es ist toll da draussen in der Wildnis und in den einfachen Doerfern. Hier ist es anders als in Nepal und doch vom Prinzip her das Gleiche - Ruhe fuer die Seele. Viel zu schnell waren die letzten drei Tage vorbei.

Erster Tag: Besuch bei den Elefanten
Bei dieser Trekkingtour ging es weniger um weite Wanderungen als um das Leben im Wald an sich.
Ich habe gelernt, dass man den halben Dschungel als Medizin gegen Erkaeltung, Schmerzen jeglicher Art, Knochenbrueche, Malaria und vieles mehr verwenden kann. Es gibt Baeume, da hackt man Aeste ab und es kommt Trinkwasser raus und ich weiss jetzt, welche Baumsorte ich nicht beruehren darf - sonst kriegt man Fieber! Der besagte Baum sieht aber auch ziemlich fies stachelig aus.

Blicke bis nach Myanmar (rechts hinten)
Teilweise sieht es wirklich wie Dschungel aus, manchmal auch nur wie "normaler" Laubwald. Einmal durfte ich auch Tarzan spielen!

Wir haben Rattenfallen aufgestellt und unser Guide hat ein armes, niedliches fliegendes Eichhoernchen erschossen - Eichhoernchensuppe ist im Dschungel ein alltaegliches Essen (Ratte auch, aber ich habe nur ein kleines Stueck probiert).
Ansonsten gab es schon gewoehnliches Essen, auch wenn die Zubereitung manchmal etwas ungewoehnlich war. Zum Beispiel in Bambus auf dem Feuer gegart, gegessen aus Blaetterschalen mit selbstgeschnitzten Staebchen.

Kochexperimente - hier auf dem Herd. Ja, das MUSS bei dem Gericht so aussehen!

Sonnenuntergang ueber dem Dschungel
Ich habe zum ersten Mal im Leben einer Tarantel ohne Glasscheibe dazwischen ins Gesicht geblickt und war ziemlich froh, dass die Kobras nicht aus ihrem Huegel rauskamen, als wir in der Naehe waren.

Mal wieder gab es einen wunderbaren Sternenhimmel, der wahrscheinlich nur von dem im Himalaya uebertroffen wurde. Und wenn man dann ausser dem Grillenzirpen wirklich nichts mehr hoert, kehrt wirklich Frieden ein.

Und wie lange ist es her, dass ich zum letzten Mal um ein Lagerfeuer gesessen habe? Im Karen-Dorf, wo wir die letzte Nacht verbrachten, holte ein Dorfbewohner sogar noch seine Gitarre heraus. So romantisch! :)

Heute zum Abschluss hatten wir noch ein wenig Spassprogramm: Bambusrafting und anschliessend ein Sprung in den Wasserfall (eisig kalt, aber den Spass wert!).

Unser Floss hat das Wettrennen gewonnen, obwohl wir als letzte gestartet sind!
Von dem linken Felsen konnte man runterhuepfen... brrr!
Wir hatten eine lustige Gruppe und da der Rest gerade auf der Terrasse unseres Guesthouses sitzt, mache ich mich nun auch wieder dahin auf den Weg.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hey Judith! Guter Blog und schoene Erinnerungen! Gruesse in die Heimat aus Koh Chang von Hanna und Florian!