Helsinki fühlte sich tatsächlich irgendwie wärmer, freundlicher, ja geradezu frühlingshaft an... (zumindest am Freitag).
Nach achteinhalb Stunden Busfahrt -nächstes Mal nehme ich wieder ein Flugzeug!- wurden wir morgens um neun mit deutlichen Plusgraden und Sonnenschein empfangen. Zusätzlich ist es ein besonderes Privileg, durch die Stadt zu schlendern, wenn man sonst eigentlich arbeiten müsste...
Damals, als ich vor mittlerweile zehneinhalb Jahren einen gesamten August dort verbracht hatte, fand ich die Großstadt ja mit der Zeit etwas anstrengend. Aber wenn man erst mal ein paar Jahre in der Kleinstadt gelebt hat, ist es eine schöne Abwechslung, mal wieder echtes urbanes Leben um sich zu haben! Sowohl architektonisch als auch kulinarisch und kulturell.
Architektonisch gibt es abgesehen von reich verzierten steinernen Fassaden ein besonderes Highlight, das mir schon damals so gut gefallen hat, dass ich es jetzt mit euch teilen möchte: Die Bibliothek.
Da musste ich einfach noch mal hin, einfach für die Atmosphäre.
Kulinarisch kann ich nur sagen, dass man als Sushi-Fan voll auf seine Kosten kommt - etliche Mittagsbuffets zu äußerst fairen Preisen (in Oulu mangelt's wahrscheinlich an Konkurrenz oder an Durchsatz). Aber für uns kam es noch besser. Beim zufälligen Umherstreunen fiel uns Werbung einer Neueröffnung ins Auge - nur diesen Monat: Buffet 5 €. Unfassbar, aber wahr. Zeit brauchte man schon bei der Schlange, aber dafür war alles unglaublich frisch und auch wenn man nicht bis zum Platzen schlemmt, den Preis mehr als wert! Mjam!
Nun waren wir ja hergekommen, um Versailles zu sehen. Sie haben sich ein gutes Datum ausgesucht! So bekamen wir auf dem Weg dorthing als Bonus obendrauf noch ein Neujahrsfest:
Ein glückliches Jahr des Hahns!
Beim Konzert selbst waren leider jegliche Fotoaufnahmen untersagt, falls ihr die jetzt gerne gesehen hättet... Aber vielleicht will es ja der Zufall, dass jemand von euch sie zufällig (bzw. absichtlich!) in Bochum besucht hat?
Dann noch ein kleiner nächtlicher Bummel durch die Esplanaden...
Gewohnt haben wir übrigens wie schon vor knapp zwei Jahren vor unserer Madeirareise wieder bei Joris Onkel. Er hat sich echt für uns ins Zeug gelegt, ein super Frühstück aufgetischt und mit uns am Samstag sogar eine kleine Vorortrundfahrt gemacht. Ich glaube, er wollte es sich nicht entgehen lassen, uns seine "Zweitmaschine" zu zeigen (mit der "Erstmaschine", 74 Jahre alt, gehen sie übrigens immer noch auf reisen!):
Den anschließend -natürlich- folgenden mehreren Stunden in der Dorfkneipe hätte ich zwar ein Bett und mein Buch deutlich vorgezogen, aber Zähne zusammenbeißen und durch, auch wenn's nicht meine Welt ist...
das spontane Geschenk meiner Freundin Hilde, die vor urewigen Zeiten in Schweden diese Kindheitserinnerung wiederfand und sich in einem Anflug von Nostalgie vielleicht etwas zu viele Pakete davon zugelegt hat... die sie nun schon seit Monaten versucht, dadurch loszuwerden, dass sie Einzelexemplare unter die Leute bringt. Aber das geht zu langsam! Darum werden nun ganze Pakete abgegeben. Na ja, bin ja selbst schon mal etwas nostalgisch. Und hilfsbereit.;)
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