… Dolomiti, Venezia – was klingt
wie die Auflistung verschiedener Eisdielen, ist in Wirklichkeit die
Zusammenfassung meines Sommerurlaubs. Kurz, wenn ihr es noch nicht
wisst: ich war in Südtirol.
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| So sah die Vorhersage von wetter.com kurz vor meiner Abreise aus...Ankunft Sonntag! |
Dort habe ich mich von der Sonne
verwöhnen lassen (in Celsius mal locker doppelt bis drei Mal so warm wie in
Finnland!) und mich natürlich an den Bergen erfreut. Und
wenn ihr euch fragt, ob ich gar nicht in Deutschland war: Doch,
vorher und hinterher einen Tag - ganz heimlich, still und leise. ;)
Nicht böse sein, ich wollte dieses Mal einfach keinen stressigen
Terminkalender! Und außerdem wollte ich in diesem Urlaub mal was Neues sehen und
nicht wieder Wochen in der Heimat verbringen.
Aber meine Eltern wollte ich natürlich trotzdem auch sehen. Da traf es sich doch gut, dass sie im Urlaub in Bozen waren, als ich Zeit zu reisen hatte! :) Ebenfalls gut traf es sich, dass meine Wanderpatentante noch nichts vor hatte und genau wie ich der Meinung war: Berge gehen immer.
Aber meine Eltern wollte ich natürlich trotzdem auch sehen. Da traf es sich doch gut, dass sie im Urlaub in Bozen waren, als ich Zeit zu reisen hatte! :) Ebenfalls gut traf es sich, dass meine Wanderpatentante noch nichts vor hatte und genau wie ich der Meinung war: Berge gehen immer.
Auf ging's also nach Süden, bis wir
unser Quartier im Weindorf Kaltern aufschlugen (wenn jemand noch
einen Tipp für eine gute und günstige Unterkunft braucht, ich kann
da jetzt weiterhelfen!).
| Unser Balkon - immer gut für ein gemütliches Abendessen mit Ausblick! |
Am Anfang hat uns die Hitze noch
ziemlich umgehauen, am ersten Tag reichte uns ein Spaziergang (mit vielen Pausen) durch
die Weinberge und Apfelplantagen bis zum See völlig, in dem wir uns
dann mehrfach abkühlen konnten:
Aber mit der Zeit wurden wir
aktiver... Einmal ging es auf den Ritten bei Bozen, wo man das Naturphänomen "Erdpyramiden" bestaunen kann - natürlich, bei der Gegend eingebettet in idyllische Landschaft. Überhaupt sind die Wanderwege auf dem Ritten sehr schön, so dass wir einen ganzen Tag gut rumgekriegt haben und auch immer wieder gute Bergblicke hatten.
Bei soviel Aussicht wuchs allerdings auch das Bedürfnis, den Bergen näher zu kommen. Ihr kennt ja den Spruch vom kleinen Finger und der ganzen Hand... Also haben wir unsere individuelle "Große Dolomitenrundfahrt" gestartet. Schon der erste Stopp war großartig: Der Karer See. Ein Spiegelbild des Latemar im unglaublich türkisen Wasser. Wow!
Als es dann dem Sellajoch entgegen ging, haben wir mindestens fünf Mal angehalten, weil wir dachten, besser kann es nicht mehr werden. Bis wir eines Besseren belehrt wurden und wieder stoppen "mussten". Berge sind einfach großartig...
An ein paar Tagen sind wir aber auch mal in der Nähe unseres Ortes geblieben, haben zum Beispiel eine Klamm besucht oder sind auf einen nahegelegenen Berg gefahren. Hier der Wald, wo die Schwerkraft aufgehoben ist ;) :
Bozen ist eine schöne Stadt, allerdings als Stadt eben nicht ganz so geruhsam wie unser Dörfchen. Aber über das Leben wissen sie Bescheid hier und praktisch denken sie auch!
In Meran haben wir mehr Zeit in den tollen Gärten von Schloss Trauttmannsdorf verbracht als in der Stadt selbst. Ber der Hitze mag man aber auch lieber am Strand rumgammeln...
Und dann, eins der Highlights: Venedig.
Genug Fotos habe ich gemacht, um nur Bilder sprechen zu lassen, so à la "Venedig in 88 Impressionen", aber dann wollte ich euch doch nicht damit quälen. Also nun Venedig in 8 Impressionen:
Nach allen Warnungen, die mir zu Ohren gekommen waren, hab ich gedacht, dass man es eigentlich kaum dort aushalten kann, von Menschenhorden fast zerquetscht wird und es überall nach abgestandenem Wasser riecht.
Nachdem ich da war, kann ich nur sagen: Alles Quatsch, ich würd' wieder hinfahren! Klar gibt es viele Touristen, aber soll ich mich beklagen, wo ich eine von ihnen bin? Und so schlimm wie vermutet war es nirgends, sobald man sich ein wenig von den Hauptatraktionen wegbewegt ist man sogar manchmal alleine unterwegs. Ein toller Tag!
Ganz in der Nähe von Kaltern gibt es ein Naturphänommen, das sich Eislöcher nennt. Es handelt sich dabei "nur" um eine Senke im Wald, aber was für eine! And ihr muss es liegen, dass der Wetterbericht öfter mal Dinge wie 9-34°C vorhersagte. Man wandert bei gemütlichen 37°C im Schatten los - natürlich durch die Sonne! - und plötzlich wird es mit jedem einzelnen Schritt deutlich kühler. Meine Tante, die keine Jacke mithatte, fing an, ihre Karriere als Glühweinverkäuferin hier zu planen...
(Von links nach rechts: Die Eislöcher / die Temperatur dort am Boden / die Temperatur am gleichen Tag anderswo im Schatten)
Ach ja, kulinarisch gutgehen lassen haben wir es uns natürlich auch hin und wieder:
So kurz vor Ende der Reise riefen uns dann aber noch mal die Berge, und zwar richtig. Und was macht man, wenn man eigentlich keine Ahnung hat? Ins Auto setzen, der Nase nach mitten in die Berge fahren, irgendwo parken und den erstbesten Weg wandern. Hier die Bärenfalle hinter Tiers, um die 900 m Höhenunterschied und mal wieder Wahnsinnsaussichten:
Und wer sich schon gefragt hat: Natürlich war Klein-Rhöni auch in diesem Urlaub wieder fleißig überall dabei!
In dieser Hütte dort rechts gab es dann noch eine zünftige Knödelsuppe, bevor wir uns wieder an den Abstieg machten. Und das Wetter wurde dunkler und dann wurde es nasser und dann grollte der Donner... Bis wir die nächste Hütte erreicht hatten, goss es in Strömen und wir wurden pitschnass. Also, wer hätte es nach knapp zwei Wochen bei knapp 40 Grad gedacht, haben wir uns erst mal einen heißen Tee bestellt.
Und weil wir vom Glück verwöhnt sind, nahmen uns die Leute von der Hütte dann im Auto bis zu unserem Parkplatz mit, weil sie sowieso gerade ins Dorf mussten. Unglaublich freundlich!
Dieser Tag hätte sich also ebenfalls als Höhepunkt dieser Reise angeboten, aber wir konnten ja gar nicht mehr genug von den Bergen kriegen! Also hieß es einmal auf den Hintern setzen und ein wenig recherchieren, wo man denn wohl noch toll wandern gehen könnte. Unsere Wahl fiel auf den Latemar, zum Abschluss noch einmal Berge ganz ganz nah! Und es hat sich gelohnt...
Selbst in dieser umwerfenden Mondlandschaft wachsen noch Blumen!
Und wieder: diese Aussicht!
So, zum Schluss noch ein wenig Idylle. Und das war's dann auch schon. Musste ja schnell wieder nach Hause, hier hatte ich ja auch noch was vor... dazu gibt es dann aber einen eigenen Artikel.

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